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Aigra Nova |
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Das Dorf Alagoa (kleiner See) liegt oberhalb des Flusses Ceira und schaut auf das fruchtbare Tal hinunter. Das sanft abfallende Land wurde für den Oliven- und Maisanbau genutzt, ist heute aber von Bäumen umringt. Die alte Strasse kann man noch südlich des Dorfes im Wald sehen, wie sie durch einstmals kultivierte Felder führt. Man kann die Mauern und selbst einen alten Brunnen zwischen den Bäumen erblicken. Im Dorfzentrum ist ein Platz, genannt Eira do Povo, der jedem der Gemeinde gehört. Früher wurde dieser zum Trocknen des Maises genutzt und für 'Bailes' (traditionelle Tanzfeste) am Tage von São João. Neben dem Platz befindet sich das Gemeinschaftshaus (Casa do Convívio) und dahinter sind zwei grosse Brunnen: einer dieser Brunnen hat immer noch eine wunderschön konstruierte Handpumpe um das Wasser für die Waschzuber des Dorfes hochzuziehen. 500 m oberhalb des Dorfes, am Hang, an einem Ort namens 'Terreno do Leitão' gibt es eine Quelle, die für Wasser sorgte. Noch bevor es irgendwelche Wasserleitungen in den Häusern gab, zog das wichtigste und reichste Haus des Dorfes seine eigene Leitung von dieser Quelle bis zu ihrem Haus, und wenn die anderen Quellen des Dorfes trocken waren, kamen die Leute und baten sie um Wasser, was ihnen selbstverständlich auch gewährt wurde.
Die Strasse, die ins Dorf Alagoa führt, war früher so eng, dass kein Auto passieren konnte. So geschah es, wie uns erzählt wurde, dass eine Frau des Ortes in den Wehen lag und da die Geburt nicht gut verlief, eilte der Mann nach Góis um den Doktor zu holen. Der Doktor kam, musste jedoch das Auto ausserhalb des Dorfes lassen und eine gute Strecke zu Fuss gehen. Es regnete stark, ein heftiger kalter Wind blies und es war bereits Nacht als sich zur selben Zeit zwei Mädchen barfuss in ihren Holzschuhen auf den Weg ins benachbarte Dorf Nogueiro machten um eine Lampe 'Petromax' (dies war die hellste Beleuchtung, die es zu dieser Zeit gab) zu holen und um so zu gewährleisten, dass der Doktor besser sehen konnte und somit besser der Frau helfen konnte. Und so, mit der gemeinsamen Hilfe aller Beteiligten, wurde ein gesundes Kind geboren. |
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| Updated 15 May, 2008 | ||||||||||||