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Monteira liegt im Tal des Flusses Sótão am Punkt wo dieser durch ebeneres landwirtschaftliches Land fliesst. Monteira ist ein malerisches Dorf, das immer noch das Gefühl der Gemeinschaft bewahrt und seine Felder fast auf gleiche Weise wie schon seit Jahrhunderten bestellt. Früher arbeiteten sehr viel mehr Ochsen auf den Feldern, heute sind davon jedoch nur noch zwei übrig geblieben. Die Kapelle in Monteira ist São Simão gewidmet und befindet sich mitten im Dorf, umgeben von Häusern und ohne einen Platz ringsherum. Bis vor drei Jahren pflegte der Pfarrer hier gelegentlich Gottesdienste abzuhalten, dies geschieht jedoch heute nicht mehr. Manchmal treffen sich die Leute in der Kapelle um gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Heute dient die Kapelle mehrheitlich dazu die Verstorbenen aufzubahren, so dass die Familie und Freunde zusammenkommen können um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, bevor der Leichnam am Tage darauf zu Grabe getragen wird.
Es gab vier Mühlen in der Umgebung: Die Mühle von'Casal da Ribeira', die Mühle von 'Insua', die Mühle 'das Feteiras' und eine weitere auf der anderen Seite der Brücke genannt 'Moinho do Constantino‘. Der 'Lagar', wo die Oliven gepresst wurden, befand sich in Vila Nova do Ceira. Die Leute, welche in der Nähe Pinienwälder besassen, vermieteten die Bäume zum Harzanzapfen an Arbeiter der Harzfabriken von Chã de Alvares oder Arganil.
Es steht eine alte Schule in Monteira, die einst Schüler der Dörfer Terras, Picarotos, Casal da Ribeira, Sacões und Lomba aufnahm. Die Schule wurde vor etwa 15 Jahren geschlossen. Schon ein paar Jahre zuvor jedoch wurde der Unterricht für zwei Jahre unterbrochen, da es den 'Regentes' (Lehrkräfte, die ohne staatlich qualifizierte Lehrerausbildung unterrichteten) untersagt wurde zu unterrichten. Heute besuchen die Kinder von Monteira die Schule in Vila Nova do Ceira.
Viele Leute von diesem Dorf, wie in so vielen anderen auch, emigrierten nach Brasilien oder in andere Europäische Länder oder zogen nach Lissabon.
Wir sprachen mit einer Frau und deren Bruder aus dem Dorf, welche uns ein bisschen von ihrem Leben als sie jung waren erzählten. Die Frau berichtete uns, dass, als sie ein junges Mädchen war, sie oft mit ihrer Mutter zu Fuss nach Lousã, Arganil oder Poiares ging um dort Sardinen, Petrol und Seife zu kaufen. Wenn sie zurückkamen, gaben sie ihre Artikel in Körbe, die sie auf dem Kopfe trugen und zogen durch die herumliegenden Dörfer um ihre Waren zu verkaufen.
Es gab vier Schuhmacher im Ort. Sie schnitten Gummi aus Autoreifen, welchen sie als Sohle für die Schuhe benutzten oder stellten hölzerne Sohlen für die Stiefel her, da diese im Winter besser gegen die Kälte schützten.
Monteira bestand stets aus einer sehr verbundenen und freundlichen Gemeinschaft. So kommt es hier auch noch in diesen modernen Zeiten vor, dass die Leute einander bei der Ernte auf den Feldern helfen und auch wenn jemand erkrankt, eilt jedermann zu Hilfe. Es herrschte hier und in den Nachbarsorten während des Karnevals eine Tradition, bei welcher sich jemand oder mehrere aus dem Dorf in den Büschen und Wäldern versteckten und alle Geheimnisse, Gerüchte, Geschehnisse und sonstigen Klatsch und Tratsch des vergangenen Jahres in die Nacht hinausriefen. Dies wurde 'Cantar as pulhas' genannt.
Die Einwohner kommen immer noch zusammen um gemeinsam die Körner aus den Maiskolben auszulösen wie in alten Zeiten, als sie das traditionelle Spiel in Zusammenhang mit den dunklen Kolben spielten – jeder, der einen solchen Kolben fand, musste alle Anwesenden umarmen – und auch das Fest nach getaner Arbeit wird immer noch ausgetragen. An Weihnachten machten sie ein Feuer im Dorf und tanzten um es herum und sprangen über die Flammen. Es gibt eine Geschichte, die erzählt, dass einst, während des Festes von S. João, bei welchem es Brauch war einen Wasserkrug mit einer Katze drin auf die Spitze eines Mastes zu hängen und unten das Feuer zu entfachen, als der Krug zu Boden fiel und die Katze mit brennendem Pelz entfloh und in einer Scheune voller Stroh Schutz suchte, sie diese in Brand setzte.
Die Dorfbewohner stellten eine Menge Wein her, sowohl zum persönlichen Konsum als auch zum Verkauf. Sie benutzten dazu sowohl die gewöhnlichen, süssen Weintrauben als auch'Morangueiro' (Amerikanische) Weintrauben und mischten diese. Einmal, vor einiger Zeit, beschloss der Staat, dass die Leute nur eine gewisse Menge an Weinreben besitzen durften und so kamen Ordnungshüter in den Ort und schnitten die überschüssigen Reben ab – glücklicherweise wuchsen sie wieder nach.
In dieser Umgebung sprechen die Leute von einem Pilz, der an den Roggenähren wuchs und den sie pflückten und an die Apotheke von Vila Nova do Ceira verkauften. Dies war vor 70 Jahren. (Wir denken es könnte sich hierbei um Mutterkorn (Claviceps purpurea) handeln, welches unter anderem als Arzneimittel zur Blutstillung nach der Geburt eingesetzt wurde).
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