The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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25. Mai
Gestern wurden wir mit dem wohl eindrücklichsten Wetter beschert, seit wir in Góis sind, als wir die fantastische Lichtshow von Blitzen von Westen her das Mondego- und Ceiratal herauf auf uns zukommen sahen. Wir betrachteten wie die Sturmwolken sich versammelten und die Athmosphäre wurde zunehmend feuchter und als die Donner zu erhallen begannen, setzten wir uns auf unseren Balkon um das Spektakel zu geniessen. Als die Donnerschläge von den Bergen abprallten, sahen wir den Regen wie eine Scheibe voranschreiten, bis zum Punkt, wo wir das Prasseln des herankommenden Niederschlages hören konnten und schliesslich war er über uns und es goss wie aus Kübeln! Der Garten war sehr dankbar für diesen Guss – heute ist der Himmel wieder blau und der Boden erfrischt. Es ist ja schliesslich auch der Regen, der diese zentrale Region von Portugal so grün und üppig hält und dafür sorgt, dass die Flüsse Wasser führen.

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16. Mai
Gestern habe ich den Morgen in Arganil verbracht und nach zum Verkauf stehenden Immobilien Ausschau gehalten. Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht gerade viel Zeit in Arganil verbracht habe, und es vorzog in meinem Heimatterritorium von Góis zu sein und nur gelegentlich auf einen Sprung zum Supermarkt nach Arganil vorbeikam. Aber gestern war der Sonnenschein und der blaue Himmel einfach unwiderstehlich und dies gab mir eine wunderbare Ausrede jeden Winkel des Städtchens zu erkunden, auf meiner Suche nach 'Vende-se' Schildern. Als ich so mit meinem Notizblock und Stift herumging, wurde mir bewusst wie viel wir verpassen, wenn wir einfach mit dem Auto durch einen Ort fahren. Zu Fuss bekam ich eine ganz andere Perspektive als sonst – ich sah kleine Gärten und Grundstücke und wunderschöne alte Gebäude von denen ich nicht mal wusste, dass sie überhaupt existieren. Ich entdeckte sogar zum ersten Mal den kleinen Bach Folques, wie er in der Sonne glänzte. Abgesehen davon, dass ich den Duft der Rosen und Holunderblüten genoss als ich so durch das Städtchen spazierte und dabei gelegentlich ein paar Kirschen pflückte, entdeckte ich auch die Leute des Städtchens und nahm mir die Zeit die Menschen zu grüssen und sie bei dem Hin und Her ihres täglichen Leben zu beobachten. Das Städtchen Arganil ist gross genug um ein geschäftiges Treiben zu versprühen und dennoch klein genug um freundlich und zugänglich zu bleiben und es bietet uns eine solch wunderschöne offene Aussicht auf die mit Pinien verkleideten Hügel und entfernten Dörfer. Und ich machte eine weitere Entdeckung – nur ein paar wenige Meter nach dem Supermarkt mündet die Strasse in einen Feldweg und da erstrecken sich Felder mit Kastanien- und Olivenbäumen, Mohnblüten und Schmetterlingen. Ein älterer Mann hielt inne und nahm ein 10 Cent Stück vom Boden auf und strahlte über beide Ohren, als hätte er Gold gefunden.

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9. Mai
Nun beginnt meine Lieblingszeit des Jahres – Kirschensaison! Überall in Góis und den umliegenden Dörfern reifen die Kirschen und die Früchte erreichen die Läden und Märkte. Ich finde diese Frucht einfach unwiderstehlich. Ich kann an den 'Nêsperas' (Mispeln), die ebenfalls jetzt Saison haben vorbeigehen – ich finde sie zu sauer –  von Kirschen jedoch kann ich nicht genug kriegen. Hier wird gesagt man sollte aus welchem Grund auch immer keine Kirschen essen, wenn sie warm sind; ich jedoch denke, dass sonnengewärmte Kirschen mehr Geschmack haben. Meiner Meinung nach geht nichts über eine reife rote Kirsche direkt vom Baum. Ausser vielleicht einer Pflaume...

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1. Mai
Das Rad der Zeit hat sich um ein Jahr gedreht und wir sind jetzt wieder da angelangt wo wir letztes Jahr unseren Blog gestartet haben, am 1. Mai – diesem wundervollen Feiertag des Frühlings und der Hoffnung. Wieder einmal sind wir mit einem ausserordentlich schönen Sonnentag  und strahlend blauem Himmel beschenkt worden. Hier in Portugal werden die Feiertage am Datum gefeiert auf das sie fallen und nicht, wie in Grossbritannien, am jeweils am nächsten liegenden Montag. Heute schlossen wir unsere Geschäftsstelle und gingen nach draussen und genossen das Wetter und die Landschaft. Wir fuhren hinauf zum Trevim, dem angeblich zweithöchsten Punkt von Kontinentalportugal, wo der Wind unsere Kleider aufbauschte und wir bewunderten die fantastische Aussicht, die sich vor uns erstreckte, gegen Westen zum Atlantischen Ozean und hinüber zur Serra da Estrela im Osten. Ganz oben auf dem Gipfel des Trevim befindet sich ein seltsames Sammelsurium  aus alten Militäreinrichtungen und neuer Technologie von  Mikrowellenmasten und Satellitenschüsseln, umgeben von einer vibrierenden lila und goldfarbenen Vegetation, die zur Zeit die Hänge überdeckt. Vom Trevim aus ist es nur ein Katzensprung nach Santo António da Neve, wo sich eine kleine abgeschiedene Kapelle und 3 erhalten gebliebene Steinschneehäuser aus dem 18. Jahrhundert befinden. Schnee und Eis von den Bergen wurden früher in diesen runden und achteckigen Häusern gelagert, bevor sie nach Lissabon transportiert wurden. Zuerst auf einem Ochsenkarren,  dann auf dem Flussweg, damit der königliche Hof in den Genuss von Eis und gekühlten Lebensmitteln kommen konnte. In Portugal ist der erste Mai auch als der Tag der Schlangen bekannt, und wie zum Zufall sahen wir eine Schlange in den Untergrund gleiten, als wir um die kleinen Häuser spazierten.
Die Landschaft in dieser Jahreszeit in Portugal bringt uns etwas durcheinander. Ich war entzückt einen Kuckuck zu hören, als wir anhielten um den Anblick und den Geruch der Maiblüten am Strassenrand zu bewundern – es hätte sich durchaus auch um eine Englische Strasse im Frühling handeln können. Aber gleichzeitig haben wir das Heidekraut  in voller Blüte und Schwärme von Schmetterlingen, die den Hochsommer in England bedeuten, so dass die Jahreszeit gemäss meinem inneren Kalender seltsam durcheinander wirbeln! Die Eidechsen sind alle hervorgekommen und baden sich in der Sonne,  - ich bremste mehrmals ab um zu verhindern, die, welche die Strasse überquerten, zu überfahren (vielleicht könnte ich sogar einen Bestseller-Ratgeber 'Fahren über Eidechsen' herausbringen? Vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken...) Der krönende Abschluss dieses Tages wurde uns durch den Besuch eines Wiedehopfs beschert, dieser wundervolle anmutige Vogel mit Haube, der letzten Monat ganz oben auf unserer Blog-Site stand – etwas das wir nicht jeden Tag zu sehen bekommen.

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  Updated 5 November, 2009
 
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