The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Die Region – Góis und Umgebung







Life in Góis   der Blog  
 

 

 
 

 

 bei Patricia Mayborne

 
 

Life in Gois August
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Life in Góis Juni 2008
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19. August
Gestern hatten wir die grosse Freude uns Professor Simões’ Familie und Freunden anschliessen zu dürfen und an einem 'Almoço do Convívio' (gemeinsames Mittagessen) in seinem Heimatort Ponte do Sótão teilzunehmen. Wir versammelten uns draussen vor der 'Casa do Povo' (Gemeinschaftshaus) zu einem köstlichen Festessen von gegrillten Sardinen, Fisch und Kalamaren, welche der 'Sardinenkönig' (Rei das Sardinhas) eigenhändig von Porto besorgt hatte. (Scheinbar ass einst Mick Jagger im Restaurant "O Rei das Sardinhas" und mochte es so sehr, dass er ein anderes Mal, als er in Lissabon war, extra nach Porto (Matosinhos) flog um dort zu abend zu essen. Leider war es an einem Montag und das Restaurant blieb wegen Ruhetag geschlossen und er wurde enttäuscht!) Es war für uns eine grosse Ehre eingeladen zu werden an diesem wichtigen Portugiesischen Brauch teilzunehmen – Zusammenzukommen und an der frischen Luft zu Essen, Wein zu trinken und die gegenseitige Gesellschaft zu geniessen. Die Geselligkeit scheint hier eine äusserst wichtige Eigenschaft zu sein, welche die Gemeinschaften verbindet und stärkt – vielleicht macht das grosszügige Klima es einfacher dies zu erreichen als in nördlicheren Regionen – und diese Anlässe bringen Leute allen Alters, Beschäftigungen und Schichten zusammen, wie wir bereits Erfahrung gemacht haben. Wir haben das Essen, die Sonne und die lockere Portugiesische Gastfreundlichkeit durch und durch genossen und dies alles brachte uns an diesem Nachmittag ein bisschen Ferienstimmung!

18. August
Góis erholt sich heute von den Turbulenzen und Strapazen des jährlichen Motorradtreffens, das dieses Wochenende stattfand. Mir geht es mit dem Motorradfestival ein bisschen wie mit Weihnachten – ich erwarte das Ereignis mehrere Wochen im voraus voller Sehnsucht aber auch mit etwas Besorgnis, geniesse mit Freude den Anlass wenn er da ist, fühle dann aber auch eine grosse Erleichterung wenn alles vorbei ist und ich weiss, dass es ein ganzes Jahr dauern wird bis es wieder soweit ist! Für zweieinhalb Tage ist das Städtchen von Motorrädern und Motorradfahrern allen Alters, Grösse und Gestalt überflutet, welche kommen um sich zu treffen, gegenseitig ihre Maschinen zu bewundern und zum Feiern. Die Bühne ist drei Nächte lang Schauplatz von Konzerten und Marktbuden und Tattooläden säumen das Fussufer, entlang mit Verkaufsständen von fritiertem Gebäck und Hot-Dogs und Bierschenken im Überfluss. Die Athmosphäre ist entspannt und friedlich – ich habe die meiste Zeit des Wochenendes auf dem Festival verbracht und bin mit Richard, der als Fotograf angeheuert worden war, umhergegangen und sowohl in den Strassen als auch auf dem Campingplatz und dem Hauptaustragungsort selbst konnten wir keinen einzigen Konflikt oder sonstigen Zwischenfall feststellen. Ganze Familien gesellten sich zum Festival um Spass zu haben und für dieses eine Wochenende wurden die normalen Regeln nicht so ernst genommen – Motorradfahrer fuhren im Städtchen ohne Helm, Kinder sassen zwischen den Eltern eingeklemmt auf dem Motorradsitz und manche fuhren nur auf dem Hinterrad die Strassen runter. Die Anwesenheit von profilierten Polizeimännern hielt ein wachsames aber gutmütiges Auge auf die Ereignisse. Falls Sie mutig genug sind Ihr Dorf oder Ihre Quinta zu verlassen und sich an diesem Wochenende nach Góis ins Abenteuer zu stürzen ist Ihnen eine grosse Überraschung sicher. Das normalerweise ruhige und verträumte kleine Städtchen ist komplett verwandelt und die Schar von Motorrädern greift alle Sinne an – der Geruch von Benzinabgasen hängt in der Luft und der Lärm von hochtourigen Motorrädern kann fast taub machen. Aber es macht Spass und ist auch ein gutes Geschäft und wie wir uns gegenseitg beruhigend klarmachen – es ist nur einmal im Jahr! Heute ist Montag und die Besitzer der Cafés und Restaurants zählen ihre Einkünfte, der Minimarkt füllt die Regale auf und die Geldautomaten haben wieder Geld.
Gott sei Dank ist alles wieder wie immer.
Um mehr Fotos vom Motorradtreffen zu sehen, klicken Sie bitte hier.

15. August
Gestern Nacht, während Góis sich in ein schwirrendes Bienennest von zweirädriger Dominanz verwandelte als die Motorräder ins Städtchen kamen, entschlüpften meine Töchter und ich dem Durcheinander und begaben uns zu einem ruhigeren und friedlicheren Ereignis, das in Vila Nova do Ceira stattfand – die Prozession von Nossa Senhora da Candosa. Jedes Jahr kommt die kleine Statue der Heiligen von ihrer Kapelle auf dem Hügel von Candosa herunter und verbringt einige Zeit in der Kirche von Várzea Grande. Dann, am Wochenende des Festes zu ihren Ehren wird sie in einer Prozession, von Kerzenlicht beleuchtet, zurück auf den Hügel zu ihrem herkömmlichen Aufenthaltsort getragen. Letzte Nacht waren wir mit einem fast vollen Mond und einem Himmel voller leuchtender Sterne gesegnet als wir der Prozession aus dem Ort Vila Nova do Ceira durch die Bäume zu den hohen spitzen Felsen von Candosa folgten. Die Sänfte, auf der die Heiligenstatue auf einem Bett von weissen Rosen trohnte, wurde auf den Schultern von vier Frauen getragen und von vier hohen Laternen beleuchtet, welche in jeder Ecke emporgehalten wurden. Als wir in der Prozession vorbeizogen, schauten die Einwohner des Ortes aus ihren Fenstern und einige hatten ihre eigenen Kerzen zu Ehren der Heiligen angezündet. Eine kräftige Frauenstimme sang Kirchenlieder und Gebete, welchen die Gemeinde sanft antwortete. Die Stimmung war friedlich, jedoch nicht zu ernst und schwer – die wiederholten Ave Marias hörten sich erhebend und feierlich an, während wir am hintersten Teil der Prozession der Strasse entlang gingen. Ich meinerseits bin nicht katholisch und so wird mein Verständnis um die Bedeutung eines solchen Ereignisses wahrscheinlich immer beschränkt sein. Ich konnte jedoch sehen und fühlen, dass dies für viele der anwesenden Frauen ein äusserst tiefgründiger und bewegender Anlass war und einige beendeten die Prozession sogar in Socken oder barfuss. Für mich war die Erfahrung dieses ruhigen Gehens durch die Nacht in gemeinschaftlicher Feier und Ehrpreisung zutiefst beruhigend und kam mir zu einem gewissen Punkt sogar vertraut vor. Obwohl ich nicht den selben Glauben teile, fühlte ich mich dennoch nicht fehl am Platz. Als wir den Hügel hinauf nach Candosa stiegen, konnten wir die Umgebung in bunten Lichtern und festlicher Dekoration hell erstrahlen sehen und so leuchtete unsere Ankunft bei der Kapelle in herrlichen Lichtern und die Heilige wurde von der wartenden Menge begrüsst. Dann, als die Prozession ihren endgültigen Bestimmungsort erreicht hatte, fügte sich unserem Gesang ein Schwall von Stimmen, die aus der offenen Türe der Kapelle kamen, in einer atemberaubenden Synchronität hinzu. Die kleine Heiligenstatue war auf ihren üblichen Sockel in der Kapelle zurückgekehrt und die Prozession löste sich auf und die Leute schlossen sich dem Fest an. Dann spielte die bereits wartende Band auf und die 3-tägige Feier zu Ehren von Nossa Senhora da Candosa wurde mit Musik und Tanz eröffnet.

11. August
Richard‘s Blog:
Während der letzten Tage waren wir ausserordentlich beschäftigt Geschichten der Freguesia von Alvares zu erfassen und die Dörfer und Bewohner der Region zu fotografieren. Gestern war ich etwas näher von Zuhause und besuchte den Folklore Tanzauftritt, der ein Programmteil der FACIG bildete, eine Messe mit integrierten festlichen Aktivitäten, die alljährlich im Städtchen Góis stattfindet. Ich hoffe, dass die folgenden Fotos etwas vom Zauber des Eventes zu vermitteln vermögen.

10. August
Dieses Wochenende hat die Gewerbeausstellung ‘Feira Agrícola, Comercial e Industrial de Góis‘ begonnen – ein Event in etwa vergleichbar mit einer Bezirksausstellung  der Grafschaften in Grossbritannien (aber ohne Vieh). Das Event erstreckt sich über 5 Tage mit Musik, Tanz und Festen zusätzlich zu den Ständen und Marktbuden. Freitag Abend gingen wir hinunter zum Parque do Baião in Góis wo eine Bühne errichtet worden war und in farbiger Beleuchtung erstrahlte für  die Darbietung der grossartigen Brasilianischen Musikgruppe "Banda Êxito", welche uns mit äusserst energiegeladener und farbenfroher Brasilianischen Musik und Tänzen aufs Beste bis weit nach Mitternacht unterhielt. Aber wir schafften es trotzdem am Samstag Morgen früh aus den Betten zu kommen um den 'Tag der Jugend' (Dia da Juventude) zu geniessen – ein Tag an dem wir alle wieder jung sind. Der Tag startete mit Wasseraerobik im Fluss Ceira und Einführungskursen in Tanz und 'Body Combat' im Park. Inzwischen gab es Gelegenheit das Bogenschiessen auszuprobieren, ebenso wie die Kletterwand und die atemraubende Flussüberquerung an einem Drahtseil hängend, vor welcher sich eine Schlange bildete und Kinder wie auch Erwachsene sehnsüchtig darauf warteten bis sie endlich an die Reihe kamen. Jedoch war es die nächtliche Schaumparty, die unserer Familie am meisten Vergnügen bot – Um Mitternacht im Park do Cerejal verwandelte sich der Fussballplatz durch Schaumkanonen in einen See von Seifenblasen und Góis wurde unter den Stroboskopen und Discolichtern zu Ibiza! Kleine Kinder verschwanden auf ziemlich beunruhigende Weise in der 'schäumenden Brandung', tauchten aber äusserst zufrieden und bis über beide Ohren strahlend wieder auf und auch einige Erwachsene wurden dabei gesichtet wie sie mit grösstem Vergnügen im Schaum steckten... Wir tauchten etwas sauberer und feuchter um ca. 1 Uhr  morgens aus dem Schaum auf – Kein Zweifel, dass die Party noch bis in die tiefe Nacht weiterging, aber unsere Energiereserven waren aufgebraucht. Es ist wirklich ziemlich anstrengend  einen Tag lang jung zu sein!

4. August
Während der letzten Wochen haben sich seltsame Dinge in unserem Dorf abgespielt – Männer und Jungen versammelten sich nach dem Eindunkeln im Untergeschoss der Casa do Convívio (Gemeinschaftshaus) und hämmerten und schlugen bis in die frühen Morgenstunden. Als wir nachts im Bette liegend eingeschlafen waren, wurden wir durch ein Geräusch geweckt, dass sich wie ein herannahender Sturm anhörte, welches lauter und lauter wurde bis es vor unseren Fenstern ein klapperndes Crescendo erreichte bevor es schliesslich schwächer wurde. Ein paar Minuten später geschah es erneut – und am Ende der letzten Woche trat dieses Phänomen auch noch um 2 Uhr morgens auf! Aber gestern wurde der Grund für diesen mitternächtlichen Schabernack schliesslich enthüllt, in Form des allerersten Seifenkistenrennens von Liboreiro nach Manjão, ausgedacht und organisiert von Manjão’s einzigartigem Rui Ramos. Wie bereits erwähnt gingen Wochen der Vorbereitung dem Event voraus und der Austragungstag stellte sich als ein einziges Vergnügen und viel Spass von Anfang bis Ende heraus. Obgleich die Temperaturen über 30ºC lagen, säumten um die 500 Zuschauer die Strasse und feuerten die 53 Teilnehmer an, welche die Strecke auf einer Auswahl von selbstgebastelten Vehikeln hinunterratterten, von welchen einige erstaunlich hohe Geschwindigkeiten erreichten. Abgesehen von ein paar kleinen Unfällen gab es glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen und die Bombeiros mussten nicht gerufen werden um irgendwelche Notfälle zu behandeln. Von der Veranda unseres Hauses aus genoss ich eine Tribünenaussicht auf die Geschehnisse und überliess Richard das Herumrennen in der gleissenden Sonne, der über 600 Fotos vom Start bis zum Ziel schoss ( eine Auswahl kann auf der Seite der Evente betrachtet werden). Als die Sonne unterging, fand ich die Energie zur Preisverleihung runterzugehen, wo Medaillen und Pokale einer Reihe von Teilnehmern ausgehändigt wurden – einschliesslich einigen sehr jungen Mitgliedern, die die Strecke bewältigt hatten. Danach war Relaxen angesagt und wir genossen den Abend mit ein paar kühlen Bieren – so jedenfalls dachten wir. Wir konnten uns nicht erträumen was für ein Vergnügen uns noch bevorstand – ein aufregender 'Rikscharitt' bergabwärts auf einem Sofa für drei Personen, das zu einer Seifenkiste umgebaut wurde, gefahren von Rui und beleuchtet von den Sternen. Ich bin wirklich dankbar, dass das Foto, welches gemacht wurde als wir durch das Dorf schossen NICHT auf dieser Website gezeigt wird. Aber ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so sehr gelacht habe!

1. August
LETZTE MELDUNG!!
Wir dürfen voller Freude verkünden, dass Anna und Patricia die Maklerlizenzprüfung des InCI erfolgreich bestanden haben, was bedeutet, dass wir nun auf gutem Weg sind die erste legale und lizenzierte Immobilienfirma der Region Góis zu werden. Es war ein interessanter, manchmal aber auch frustrierender Prozess bis hierhin da die Bürokratie und der Papierkrieg manchmal langwierig, undurchsichtig und lästig sind und immer noch liegen einige Hürden vor uns. Wir wissen aber, dass es der Wert ist! Wir möchten gern die Gelegenheit nutzen um allen zu danken, die uns unterstützt haben, sowohl hier in Góis als auch in Grossbritannien. Einige von Ihnen haben wir nie persönlich getroffen, aber ihre Mitteilungen und Ermutigungen haben uns weiter vorangetrieben und werden von uns sehr geschätzt. Nun sehnen wir uns den Tag herbei wo wir schliesslich die Immobilienseiten unserer Website füllen können und dieser Tag rückt näher.
Die begleitenden Bilder heute zeigen die schimmernden Libellen 'libélulas', die im Sommersonnenschein herumschwirren. Die Libelle hat für uns eine persönliche Bedeutung in Verbindung mit dieser Firma und der damit verbundenen Arbeit diese zu schaffen und so scheint nun der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein, diese auf dem Bildschirm zu zeigen.

  
     
   


 
 
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  Updated 24 August, 2008
 
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